Umzug.

Was lange währt… von nun an also:

http://www.allesnichtsweiter.de

Warten

Warten. Ja, Warten. Warten ist meistens mit einer etwas quälenden Untätigkeit verbunden. So auch in unserem derzeitigen Fall. Aber momentan bleibt eben nichts anderes, als zu warten. Und dann, wenn wir fertig gewartet haben, geht es los. So richtig. Bis dahin also quälende Untätigkeit? Nicht vollständig. Ich widme mich derweil einfach ein wenig mehr der gepflegten Langeweile und meiner Hausarbeit - ja, das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Also, bis bald, bis bald.

Berner Bahnhof. Eine junge Frau mit Zetteln. Ein, ja, ich denke “Knabe” triffts, ein Knabe also ebenfalls mit Zetteln. Er trägt einen schlampig wirkenden Anzug und hat eine Mimik und Haltung, die wirklich nur so schreien, dass er seine scheinbar gerade begonnene Ausbildung liebt. Aber was tun die beiden? Die beiden verteilen Informationsmaterial. Informationsmaterial von einem Bestattungsunternehmen. Soweit so gut. Aber sie üben ihre Tätigkeit äußert selektiv aus. Sie haben ein Beuteschema. Sie haben es auf Frauen und Männer abgesehen, die leicht gebückt gehen, die graue oder keine Haare mehr haben, die runzlig sind, kurz: Sie verteilen ihre Zettel an Menschen, die für sie so aussehen, als sollten sie ihre Beerdigung eigentlich schon längst geplant haben.

Aber was ist mit mir? Was für ein kurzsichtiges Geschäftsmodell haben die denn? Nicht nur, dass es mich jederzeit erwischen könnte, nein, wäre ich nicht geradezu emotional mit diesem Beerdigungsinstitut verbunden, wenn sie mir zeigten, dass sie sich auch jetzt schon für mich interessieren? Wäre ich nicht so begeistert, dass ich mir selbst schwörte, dass ich mich nur von ihnen in ein feuchtes Erdloch werfen lassen wolle? Ja, hätte ich mir nicht vielleicht auch schon mal gerne ein paar Särge angesehen?

Ich wollte schon nachfragen und auch anregen, dass sie zumindest Menschen jenseits der 40 für ihre Angehörigen ein paar ihrer Zettelchen mitgeben, aber dann hab’ ich’s doch gelassen. Mein Mitleid war zu groß, als ich sah, wie unser lieber Knabe versuchte, einer recht rüstigen alten Frau seine Zettel anzudrehen, die gerade zehn Schritte vorher von seiner Kollegin schon ausgestattet worden war und schon darüber nicht sonderlich erheitert schien. Und dann war da ja auch noch die U-Bahn, die ich noch erwischen wollte.

Eine kleine Abschlussbemerkung zum Blog: Ich warte derzeit noch auf Webspace und Domain. Danach geht es richtig los. Auch wenn ich meinen alten Zukunftsplan mehr oder minder wieder verworfen habe. Das war zu plump. Das wird jetzt subtiler. Und ja, nur ich weiß, wovon ich rede.

Statusmeldung

Ich habe noch ein kleines technisches Problem, das ich lösen möchte, bevor ich richtig anfange.

Keine Sorge also - es geht bald los. Sobald ich nicht mehr so müde bin.

Mehr nicht jetzt gerade. Bis bald.

Hallo, hallo.

Zweiter Tag als Blogger und schon keine Lust mehr? Nein, so schlimm nicht. Eher im Gegenteil.

Während man sieben Stunden lang Zettel sortiert, diese wegheftet oder aber Anschreiben mit Infomaterial versendet - ja, ich war arbeiten -, hat man immer wieder erstaunlich viel Zeit um nachzudenken. Einen Teil dieser Zeit habe ich auf meine Blog-Idee verwendet, so dass meine Pläne nun fester und gereifter sind und ich einigermaßen zuversichtlich bin, dabei zu bleiben. Die Pläne zu erklären wäre aber langweilig - man lasse sich überraschen, das wird schon ganz gut. In den nächsten Tagen soll es mit mehr oder weniger (das hängt von den Anforderungen und dem Aufwand, die ich im vornherein sowieso immer unterschätze, ab) großen Schritten voran gehen. Die ersten meiner Mitarbeiter werden vermutlich auftauchen und einen Eindruck davon hinterlassen, was ihre Jobs hier sein werden.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Ich mache mir gerade nebenbei etwas zu essen und ein vernünftiger Name für das Blog muss auch noch her.  Kommt Zeit, kommt Rat? Nein, lieber mal ein wenig nachdenken, das beschleunigt die Sache dann doch.

Grüße von der Mitte der Woche,

Martin

Ein Blog? Ein Blog.

Guten Tag.

Ich beginne also hiermit ein Blog. Warum? Disziplinierung. Selbstdisziplinierung. Das trifft es in dieser Sekunde meiner Ansicht nach am besten. “Nobody reads your blog.” und andere Kritik, die ich mitunter auch durchaus teile, kann ich also bei Seite schieben: Ich schreibe hier zur Selbstdisziplinierung. Und zur Selbstdarstellung. Aber das ist ja ohnehin alles nicht immer trennbar.

Wie wird es hiermit weitergehen? Das ist noch ziemlich offen. Was Design/Theme/Wasauchimmer angeht bin ich für den Moment zufrieden. Für etwas Eigenes reicht mein spärliches Wissen in diesen Bereichen nun wirklich nicht und ich plane auch nicht diesen Zustand in zu naher Zukunft zu ändern. Es geht ja ohnehin mehr um den Inhalt, nicht wahr? Hah. Wie dem auch sei, hier eine Liste der Dinge, die momentan in meinem Kopf herumschwirren und hier Plätze finden sollen:

  • Worttiraden meinerseits (Ob in allen existenten Ausprägungen weiß ich noch nicht, zumindest aber über die Dinge, die eben so nebenbei passieren und vielleicht ganz interessant sind.)
  • Gregor der Strumpfhosenhase und Herbert Bert (Ich kann die Idee, das doch noch irgendwann zumindest zeitweise vernünftig zu machen nicht loslassen.)
  • Berichte über Bücher/Filme/Musik/Sonstirgendwas
  • dann und wann ein paar Fotos

Und dafür ein Blog? Ja, dafür ein Blog. Es erscheint mir momentan der einfachste und flexibelste Weg zu sein mich einer regelmäßigen Beschäftigung mit Projekt, die ansonsten immer wieder einschlafen, zu verpflichten.

Soweit der erste Blog-Eintrag, wir werden sehen, ob das hier eine Zukunft sieht oder ob es mir nur momentan als Ablenkung vom Neidhartschen im “Helmbrecht” dient, mit dem ich mich anlässlich einer Hausarbeit gerade noch nicht vollkommen in der Lage sehe zu beschäftigen.

Bis demnächst erstmal, ich weiß, dass das hier nicht sehr vielsagend ist, aber meine Leseranzahl wird zunächst ohnehin an einer Hand abzählbar sein (und dann auch weiterhin bleiben?).

Martin.